Durbanville liegt rund 28 Kilometer nordöstlich der Innenstadt, in den Tygerberg-Hügeln, auf hundert bis zweihundertvierzig Metern Höhe. Ringsum Farmland. Der Zensus 2011 zählte im main place Durbanville 54.286 Menschen auf gut 27 Quadratkilometern, und die wohnen fast durchweg in Einfamilienhäusern und Wohnanlagen. Eine Bahnlinie führt nicht durch den Ort, MyCiTi auch nicht, die nächsten Stationen und Haltestellen liegen rund zehn Kilometer entfernt. Geblieben sind die R302 als Hauptachse, Golden-Arrow-Busse und Minibustaxis.
Der Name führt in die Irre, und zwar mit Ansage. Ursprünglich hieß der Ort Pampoenkraal, nach einem Kürbisfeld an einem Damm, und davor war die Süßwasserquelle hier Mitte des 17. Jahrhunderts eine Wasserstelle der Ostindien-Kompanie. 1836 baten die Bewohner darum, den Ort D'Urban nennen zu dürfen, nach dem Kapgouverneur Benjamin d'Urban. 1886 wurde daraus Durbanville, ausgerechnet um Verwechslungen mit der Hafenstadt Durban zu vermeiden.
Ein Weinbaugebiet ohne Berge
Das Durbanville Wine Valley umfasst fünfzehn Weingüter in den Hügeln rund um den Ort. Weinbau reicht hier mindestens bis 1698 zurück, als Groot Phesantekraal als Farm vergeben wurde; De Grendel steht auf Land, das seit 1720 als Farm geführt wird. Amtlich ist Durbanville ein eigenes Anbaugebiet im Distrikt Tygerberg der Coastal Region.
Der Unterschied zu den bekannteren Gegenden steckt in der Landschaft. Constantia liegt am Hang eines Berges, Stellenbosch in einem Talkessel zwischen hohen Ketten. Durbanville hat davon nichts, nur offene Hügel. Gekühlt wird hier von zwei Seiten, von der Tafelbucht im Westen und von der False Bay im Süden, und daher kommt der Ruf als Sauvignon-Blanc-Land. Und weil der Vorort gewachsen ist, stoßen die Rebzeilen heute an vielen Stellen direkt an Wohnstraßen.
Der alte Ortskern
Er ist klein und liegt im Osten. Die niederländisch-reformierte Kirche in der Weyers Street bekam ihren Grundstein am 1. April 1825 und wurde am 6. August 1826 geweiht, ein T-förmiger Bau, den man 1890 und 1891 erweiterte. Ein paar hundert Meter weiter steht Rust-en-Vrede an der Wellington Road, ein Gebäudekomplex überwiegend aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, in dem sich kapholländische, georgianische und viktorianische Formen mischen. Heute ist dort eine Kunstgalerie untergebracht.
Dazu kommt Onze Molen, eine Turmwindmühle. Der kegelstumpfförmige Turm besteht aus dem örtlichen Eisenstein, den man am Kap coffee stone nennt. Errichtet wurde sie 1840, und 1850 führte man sie als erst zweite Turmmühle im damaligen Distrikt Malmesbury. Die anglikanische All-Saints-Kirche geht auf einen Entwurf von Sophy Gray zurück, der Frau des ersten Bischofs von Kapstadt, die im 19. Jahrhundert Dutzende Kirchen im Land entworfen hat. Kirche, Rust-en-Vrede und Mühle stehen alle innerhalb eines Kilometers.
Ein Vorort, durch den keine Bahn fährt
Durbanville gehört zu den wenigen Gebieten im Großraum Kapstadt ohne eigene Bahnlinie. Für die Nachbarorte gilt das nicht: Parow und Bellville liegen an der Northern Line, Bellville ist sogar der zweitgrößte Bahnhof der Stadt. Wer hierher will und kein Auto hat, kommt praktisch nur mit dem Bus, mit einem Minibus oder über einen Fahrdienst. Zwischen den Weingütern hilft dir all das wenig, denn die liegen verstreut in den Hügeln.
Das prägt auch den Rest. Fast jeder Weg hier wird gefahren, und die R302 nimmt einen großen Teil davon auf. In der Kriminalstatistik des Reviers Durbanville stehen Wohnungseinbrüche weit oben, deutlich vor Straßenraub, was zu einem Gebiet aus abgeschlossenen Grundstücken passt. Das Revier ist groß und deckt sechzehn Viertel ab, die Zahlen gelten also nicht für Durbanville allein.
- Vom Zentrum
- 23,2 kmLuftlinie zur Grand Parade
- Einwohner
- 54.286Zensus 2011, main place Durbanville
- MyCiTi
- fährt nicht
- Unterkünfte
- 5 HäuserPreisniveau 2 von 5
Unser TippKirche, Rust-en-Vrede und die Windmühle Onze Molen stehen alle innerhalb eines Kilometers. Das ist der einzige Teil von Durbanville, den du zu Fuß abgehen kannst; für die Weingüter brauchst du ein Auto oder einen Fahrer, der wartet.
Sicherheit in Durbanville
Zuständig ist das Polizeirevier Durbanville. Die Zahlen unten gelten für dieses Revier als Ganzes, nicht für Durbanville allein: Ein Revier deckt mehrere Viertel ab, und die verteilen sich innerhalb davon sehr ungleich.
- Morde
- 26
- Straßenraub
- 60ohne Waffe
- Raub mit Waffe
- 144auch Überfälle auf Fahrzeuge
- Autoraub
- 8
- Wohnungseinbruch
- 276
Gemeldete Fälle im Revier Durbanville, Geschäftsjahr 2025/2026. Quelle: Kriminalstatistik der südafrikanischen Polizei, aufbereitet von safesuburb.co.za. Wie diese Zahlen zu lesen sind und was im Alltag wirklich hilft, steht unter Sicherheit.
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Preise prüfen bei trivagoDurbanville: häufige Fragen
Warum heißt Durbanville so, obwohl Durban am anderen Ende des Landes liegt?
Der Ort hieß zuerst Pampoenkraal, nach einem Kürbisfeld an einem Damm. 1836 baten die Bewohner darum, ihn D'Urban nennen zu dürfen, nach dem Kapgouverneur Benjamin d'Urban. 1886 wurde daraus Durbanville, und zwar genau deshalb, um Verwechslungen mit der Hafenstadt Durban zu vermeiden.
Seit wann wird in Durbanville Wein angebaut?
Der Weinbau in Durbanville reicht mindestens bis 1698 zurück, als die Farm Groot Phesantekraal vergeben wurde; das Land von De Grendel wird seit 1720 als Farm geführt. Heute gehören fünfzehn Weingüter zum Durbanville Wine Valley, und die Gegend gilt als Sauvignon-Blanc-Gebiet.
Was unterscheidet Durbanville von Constantia oder Stellenbosch?
Durbanville hat keine Berge. Die Weinberge liegen in offenen Hügeln zwischen hundert und zweihundertvierzig Metern, und die Kühlung kommt von zwei Seiten, von der Tafelbucht und von der False Bay. Weil der Vorort gewachsen ist, grenzen die Rebzeilen dort vielerorts direkt an Wohnstraßen.
Was steht im alten Ortskern von Durbanville?
Im alten Kern von Durbanville stehen die niederländisch-reformierte Kirche von 1826, der Gebäudekomplex Rust-en-Vrede aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer Kunstgalerie und die Turmwindmühle Onze Molen von 1840. Alle drei liegen innerhalb eines Kilometers und sind als Denkmäler geschützt.
Kommt man ohne Auto nach Durbanville?
Schwer. Durbanville gehört zu den wenigen Gebieten im Großraum Kapstadt ohne eigene Bahnlinie, und MyCiTi fährt ebenfalls nicht dorthin; die nächsten Stationen und Haltestellen liegen rund zehn Kilometer entfernt. Bleiben Golden-Arrow-Busse, Minibustaxis und Fahrdienste, und zwischen den Weingütern kommst du damit kaum weiter.