Diese eine Frage entscheidet über die Reise mehr als jede andere. Kapstadt ist keine Stadt mit einem Zentrum, sondern eine Kette von Vierteln, zwischen denen ein Bergrücken, zwei Ozeane und bis zu zwanzig Grad Wassertemperatur liegen.
Zwei Häuser, gleicher Preis, gleiche Bewertung, vier Kilometer auseinander. Das eine steht in Gardens, von dort läufst du abends zu Fuß essen. Das andere steht in Camps Bay, dort sitzt du am Strand und fährst für jedes Abendessen über den Pass. Beides ist richtig, aber nur für verschiedene Reisen.
Der erste Besuch, mit oder ohne Auto
Wenn du zum ersten Mal in Kapstadt bist und die Stadt sehen willst, wohnst du am besten in der City Bowl, in Gardens oder in Sea Point. Alle drei liegen keine vier Kilometer vom Zentrum, haben das größte Angebot der Stadt und sind an den MyCiTi-Bus angeschlossen. Du kommst dort einige Tage ohne Mietwagen aus, und für alles andere gibt es Taxi-Apps.
Green Point und De Waterkant funktionieren genauso, sind aber kleiner. Die Waterfront ist bequem und teuer, und sie ist ein abgeschlossenes Areal: Du wohnst dort sicher, aber du wohnst nicht in der Stadt.
Wenn der Strand zählt
Der Atlantik vor Camps Bay und Clifton ist kalt, meist um dreizehn Grad. Die False Bay bei Muizenberg und Fish Hoek wird im Sommer über zwanzig Grad warm, also badewarm. Wer wirklich schwimmen will, wohnt an der False Bay, nicht am Atlantik. Wer den berühmten Blick will, wohnt in Camps Bay und geht ins Wasser bis zu den Knien.
Blouberg und Table View im Norden sind die dritte Möglichkeit: flacher Strand, viel Wind, und von dort der Postkartenblick über die Bucht auf den Tafelberg. Bis ins Zentrum sind es allerdings rund vierzehn Kilometer.
Ruhig, grün, mit Kindern
Die Southern Suburbs hinter dem Berg sind grüner, kühler und ruhiger als alles vorne. Newlands, Claremont und Constantia haben alte Bäume, Gärten und wenig Betrieb. Der Preis dafür ist die Fahrzeit: Ab Constantia bist du gut eine halbe Stunde im Zentrum, und ohne Auto wird es dort mühsam.
Gezeigt sind nur Viertel mit mindestens 4 Häusern im Angebot, sortiert nach Preisniveau. Zentrum heißt Luftlinie zur Grand Parade, nicht Fahrzeit; über den Bergrücken dauert dieselbe Strecke deutlich länger als um ihn herum.
Unser TippSchau bei jedem Haus auf die Steigung. Die Entfernung allein täuscht. In Gardens, Tamboerskloof, Oranjezicht und Vredehoek liegen viele Adressen am Hang, und die Karte zeigt dir dafür trotzdem zehn Gehminuten an.
Häufige Fragen
Welcher Stadtteil eignet sich für den ersten Besuch in Kapstadt?
Für einen ersten Besuch in Kapstadt sind City Bowl, Gardens und Sea Point am praktischsten. Alle drei liegen weniger als vier Kilometer vom Zentrum, haben das größte Angebot an Unterkünften und sind an den MyCiTi-Bus angeschlossen, sodass du auch ohne Mietwagen zurechtkommst.
Ist Camps Bay ein guter Ort zum Übernachten in Kapstadt?
Camps Bay hat den bekanntesten Strand Kapstadts und die höchste Preisstufe der Stadt, liegt aber hinter dem Bergrücken und damit rund fünf Kilometer vom Zentrum. Wer abends in die Stadt will, fährt jedes Mal über den Kloof Nek oder die Küstenstraße. Für Strandtage ist das ideal, für Stadttage umständlich.
Wo übernachtet man in Kapstadt günstig?
Die günstigsten Viertel mit nennenswertem Angebot sind in Kapstadt Salt River, Muizenberg, Milnerton und die Nordvororte um Parow und Bellville. Salt River und Muizenberg liegen an der Bahnlinie, die Nordvororte brauchst du praktisch nur mit Auto.
Braucht man in Kapstadt ein Auto, wenn man zentral wohnt?
Wer in Kapstadt in der City Bowl, in Gardens, Sea Point oder Green Point wohnt, kommt einige Tage ohne Auto aus: Diese Viertel sind an MyCiTi angeschlossen, und Taxi-Apps funktionieren zuverlässig. Für die Kaphalbinsel, die Winelands und die Strände jenseits von Camps Bay brauchst du eines.