Die Promenade ist der Grund, warum Sea Point funktioniert. Elf Meter breit, drei Kilometer lang, kostenlos, und morgens um sieben ist sie voll: Läufer, Hunde, Kinderwagen, Rentner, Leute auf dem Weg zur Arbeit. Es ist einer der wenigen Orte in Kapstadt, an dem sich die Stadt in ihrer ganzen Breite auf derselben Fläche bewegt, und für Reisende ist sie der einfachste Zugang zum Alltag der Stadt.
Praktisch heißt das: Du gehst aus dem Haus und bist unterwegs, ohne etwas geplant zu haben. Auf der Main Road und der Regent Road liegen Restaurants, Bäckereien, Apotheken und Supermärkte dicht an dicht, viele bis spät geöffnet, und der MyCiTi-Bus fährt in die Innenstadt und zur Waterfront. Bis zur City Bowl sind es wenige Kilometer, bis zur Waterfront noch weniger.
Was Sea Point nicht hat, ist ein Badestrand. Saunders Rocks am südlichen Ende ist klein, und das Wasser ist Atlantikwasser: kalt, oft sehr kalt, und bei Südostwind noch kälter, weil der Wind das warme Oberflächenwasser hinausdrückt. Wer schwimmen will, fährt in die False Bay oder geht ins Sea Point Pavilion, das Meerwasserbecken an der Promenade.
Sea Point ist außerdem das Viertel mit dem breitesten Angebot an inhabergeführten Häusern. Gästehäuser, kleine Hotels und Boutiquehäuser stellen zusammen die Mehrheit, große Ketten sind hier die Ausnahme. Das drückt sich auch in den Bewertungen aus, die auf engem Raum stark auseinandergehen; schau dir hier die einzelnen Häuser genauer an als anderswo.
Die Hochhauszeile stammt aus den sechziger und siebziger Jahren, und viele Wohnungen im Angebot liegen darin. Das ist ein Vorteil und ein Nachteil zugleich: Der Blick aus dem zwölften Stock über die Bucht ist schwer zu schlagen, die Schallisolierung dieser Bauzeit dagegen ist es nicht. Frag nach der Etage und danach, ob die Fenster zur Main Road oder zum Wasser zeigen.













































