Kein anderer Teil Kapstadts ist so durchgeplant. Das Gelände gehört einem Eigentümerkonsortium, wird durchgehend bewacht, hat eigene Verkehrsführung, eigene Beleuchtung und eigene Regeln. Für Reisende ist das der Kern des Angebots: Die Waterfront ist die Adresse, an der du abends ohne jede Überlegung vor die Tür gehst.
Der Preis dafür steht in der Tabelle oben. Die Waterfront hat den höchsten Einstiegspreis aller zwölf Lagen dieser Seite, und nach oben ist sie offen. Von den Häusern in der Liste unten trägt fast die Hälfte fünf Sterne. Ein günstiges Zimmer findest du hier nicht, auch nicht in der Nebensaison.
Was du bekommst, ist Weg. Die Fähre nach Robben Island legt hier ab, das Two Oceans Aquarium liegt auf dem Gelände, das Zeitz MOCAA im umgebauten Getreidesilo ebenfalls, dazu Läden, Kinos, der Fischmarkt und die Werft, in der tatsächlich noch Schiffe repariert werden. Du kannst mehrere Reisetage füllen, ohne das Areal zu verlassen.
Das ist zugleich der Einwand. Die Waterfront ist ein geschlossener Kosmos, und wer nur dort wohnt, hat Kapstadt nicht gesehen. Die Innenstadt liegt zwei Kilometer entfernt, Sea Point und die Promenade sind zu Fuß oder mit dem Bus erreichbar, und beides lohnt den Weg.
Ein praktischer Hinweis zur Fähre: Sie fällt bei Wind und Seegang aus, und Wind hat Kapstadt fast das ganze Jahr. Leg die Überfahrt nach Robben Island deshalb auf einen der ersten Tage, dann bleibt ein zweiter Versuch. Dass du direkt am Ablegeplatz wohnst, hilft dabei mehr als jede Buchungsstrategie.












