Camps Bay verkauft sich über den Blick, und der Blick hält, was er verspricht. Der Strand liegt unmittelbar an der Victoria Road, dahinter steigt die Bergkette auf, und abends geht die Sonne im Meer unter. Was der Prospekt nicht sagt: Das Wasser ist Atlantikwasser und liegt selbst im Februar im niedrigen zweistelligen Bereich, oft darunter, wenn der Südost weht.
Das ist kein Ausschlussgrund, es verschiebt nur, wofür du hierher kommst. Camps Bay ist ein Strand zum Liegen, zum Laufen und zum Zusehen, nicht zum Schwimmen. Am nördlichen Rand, an Maiden's Cove, liegen Gezeitenbecken im Fels und ein öffentlicher Braai-Platz; das Wasser darin steht in der Sonne und ist deutlich wärmer als die Brandung daneben.
Der zweite Punkt ist der Wind. Camps Bay liegt offen zum Meer, und wenn der Südost kräftig weht, wird der Strand ungemütlich. Dann wechseln die Einheimischen auf die andere Seite der Halbinsel, und das solltest du auch tun. Welcher Strand wann geschützt liegt, steht unter Freizeit.
Das Angebot ist klein und gehoben. Zehn der Häuser in der Liste unten tragen vier oder fünf Sterne, viele sind Villen und Boutiquehäuser am Hang, und die Preise reichen weit nach oben. Ein Bett für kleines Geld findest du hier nicht.
Und du brauchst ein Fahrzeug oder den Bus. Bis in die Innenstadt sind es fünf Kilometer über den Kloof Nek, die Restaurants konzentrieren sich auf die Victoria Road, und ein Supermarkt für den Wocheneinkauf fehlt. Der MyCiTi-Bus fährt hierher, abends wird das Angebot dünner.













