Lakeside liegt rund 22 Kilometer südlich der Innenstadt, am Nordende der False Bay, eingeklemmt zwischen Westlake im Norden und Muizenberg im Süden. Der Zensus 2011 zählte 2.226 Menschen auf 1,07 Quadratkilometern und rechnet den Ort zum amtlichen Gebiet Muizenberg; in dessen oft zitierter großer Einwohnerzahl steckt Lakeside also drin. Ein Bahnhof der Südlinie liegt im Viertel, ein MyCiTi-Bus fährt nicht. Zum Einkaufen gibt es das Lakeside Centre, ein kleines Zentrum, und das war es dann auch.
Den Namen hat der Ort vom Wasser nebenan. Das Sandvlei, meist Zandvlei geschrieben, ist eine Lagune am Ende dreier Flüsse: des Sand River, der früher Diep River hieß und oberhalb von Constantia entspringt, des Westlake River von den unteren Hängen des Steenberg und des Keysers River vom Constantiaberg. Was daraus wird, ist mehr als ein Teich. Es ist das größte von acht Ästuaren an der False-Bay-Küste und nach Angaben des Zandvlei Trust das einzige dort, das noch funktioniert.
Eine Flussmündung, die von Hand bedient wird
Im Winter steht die Mündung offen, und das Vlei tauscht Wasser mit dem Meer. Im Sommer schiebt die Brandung einen Sandwall davor, und dann wird der Durchlass ungefähr einmal im Monat um den Vollmond herum für ein paar Tage geöffnet, damit der Salzgehalt stimmt. Dazu hält ein Steinwehr den Pegel. Ohne diese Eingriffe würde das Vlei zeitweise ganz austrocknen, so wie es das ursprünglich getan hat.
Das Ergebnis ist ein Gewässer, das in den oberen 25 Prozent aller südafrikanischen Ästuare geführt wird, was seine Bedeutung angeht. Die offizielle Artenliste nennt 166 Vogelarten, der Zandvlei Trust über zweihundert. Auch bei der Fläche widersprechen sich die Angaben, sogar innerhalb derselben Quelle: Mal sind es 200 Hektar, mal 300. Gemittelt wird hier nichts.
Das Vlei wächst außerdem zu. Unter Wasser steht dichtes Kamm-Laichkraut, und das ist keine Plage, sondern Kinderstube für Fische und Nährstoffspeicher zugleich; wer es abmäht, holt die Nährstoffe aus dem System, bevor Algen daraus werden. Nur ist das Mähboot aus den achtziger Jahren und fällt regelmäßig aus. Ein Ersatz kostet nach Angaben des Zandvlei Trust rund 4,2 Millionen Rand.
Was auf dem Wasser passiert
Segeln, paddeln, rudern, angeln. Am Vlei liegen der Imperial Yacht Club, ein Jollenverein mit Jugendarbeit, der Peninsula Canoe Club und eine Basis der Sea Scouts, nach deren Angabe die älteste des Landes. Einmal im Jahr bauen sie dort Flöße. Zum Angeln brauchst du eine Genehmigung, und einheimische Arten wie den Leervis musst du zurücksetzen, das schreibt das Gesetz vor. Rundherum wird gelaufen, mit und ohne Hund.
Marina da Gama, das Viertel an den Wasserwegen
Auf der Ostseite des Vlei liegt Marina da Gama, 1972 angelegt und nach dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama benannt. Die Häuser stehen an Wasserarmen, viele mit eigenem Steg. Der Zensus 2011 zählte dort 4.969 Menschen auf 2,96 Quadratkilometern, also mehr als doppelt so viele wie in Lakeside selbst.
Zusammengehalten wird das von einer Anwohnervereinigung, und die hat mehr Aufgaben als üblich. Sie prüft Bauzeichnungen, um den alten Charakter der Siedlung zu erhalten, sie kümmert sich um die Wasserwege und beobachtet den Zustand des Naturschutzgebiets nebenan. Wer hier ein Haus kauft, kauft eine Bauvorschrift mit. Was Planer und Bauherren der siebziger Jahre im Einzelnen vorhatten, steht in den frei zugänglichen Quellen dagegen nicht.
Der Weg nach Silvermine, und wo er wirklich anfängt
Lakeside gilt als Ausgangspunkt für das Naturschutzgebiet Silvermine, und das stimmt fast. Genau genommen beginnt der Ou Kaapse Weg, die Straße hinauf, an einer T-Kreuzung mit der Steenberg Road in Westlake, also einen Vorort weiter nördlich. Von dort steigt sie auf 315 Meter und läuft nach Sun Valley hinunter. Gebaut wurde sie 1968. Die Tore zum Silvermine-Gebiet liegen nahe der Passhöhe, du fährst also hinauf und läufst nicht von Lakeside los.
Oben warten 2.000 Hektar Fynbos, seit 1965 geschützt und heute Teil des Tafelberg-Nationalparks, von den Bergen bei Kalk Bay bis zum Constantiaberg. Das Reservoir dort stammt von 1898 und versorgte einst Kapstadt mit Wasser. Feuer gehört dazu: Nach dem Brand im Jahr 2000 wurden die alten Kiefernbestände entfernt, und nach den Bränden im März 2015 blieb das Gebiet den Rest des Jahres zu. Zu Fuß von Lakeside aus erreichst du eher die Hänge über Muizenberg und Kalk Bay.
- Vom Zentrum
- 18,1 kmLuftlinie zur Grand Parade
- Einwohner
- 2.226Zensus 2011, sub place Lakeside
- MyCiTi
- fährt nicht
- Unterkünfte
- 2 Häuser
Unser TippWenn du am Zandvlei angeln willst, brauchst du eine Genehmigung, und einheimische Arten wie den Leervis setzt du wieder aus; das ist keine Vereinsregel, sondern Gesetz.
Sicherheit in Lakeside
Zuständig ist das Polizeirevier Muizenberg. Die Zahlen unten gelten für dieses Revier als Ganzes, nicht für Lakeside allein: Ein Revier deckt mehrere Viertel ab, und die verteilen sich innerhalb davon sehr ungleich.
- Morde
- 87
- Straßenraub
- 99ohne Waffe
- Raub mit Waffe
- 210auch Überfälle auf Fahrzeuge
- Autoraub
- 16
- Wohnungseinbruch
- 128
Gemeldete Fälle im Revier Muizenberg, Geschäftsjahr 2025/2026. Quelle: Kriminalstatistik der südafrikanischen Polizei, aufbereitet von safesuburb.co.za. Wie diese Zahlen zu lesen sind und was im Alltag wirklich hilft, steht unter Sicherheit.
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Preise prüfen bei trivagoLakeside: häufige Fragen
Was ist das Zandvlei bei Lakeside?
Das Zandvlei, auch Sandvlei geschrieben, ist eine Lagune am Nordende der False Bay, an die der Vorort Lakeside grenzt und von der er seinen Namen hat. Gespeist wird sie vom Sand River, vom Westlake River und vom Keysers River. Sie ist das größte von acht Ästuaren an der False-Bay-Küste und nach Angaben des Zandvlei Trust das einzige dort, das noch funktioniert.
Warum wird die Mündung des Zandvlei geöffnet und geschlossen?
Im Sommer schiebt die Brandung einen Sandwall vor die Mündung des Zandvlei bei Muizenberg. Damit der Salzgehalt im Vlei stimmt, wird der Durchlass ungefähr einmal im Monat um den Vollmond herum für einige Tage geöffnet; ein Steinwehr hält zusätzlich den Wasserstand. Ohne diese Eingriffe würde das Gewässer zeitweise ganz austrocknen.
Was ist Marina da Gama?
Marina da Gama ist ein Wohngebiet an der Ostseite des Zandvlei, 1972 angelegt und nach dem Seefahrer Vasco da Gama benannt. Die Häuser stehen an Wasserarmen, die vom Vlei abzweigen. Der Zensus 2011 zählte dort 4.969 Menschen auf 2,96 Quadratkilometern. Eine Anwohnervereinigung prüft Bauzeichnungen und kümmert sich um die Wasserwege.
Kommt man von Lakeside aus nach Silvermine?
Fast. Die Straße hinauf ins Naturschutzgebiet Silvermine ist der Ou Kaapse Weg, und der beginnt genau genommen an der Steenberg Road im benachbarten Westlake, nicht in Lakeside. Die Eingangstore des Gebiets liegen nahe der Passhöhe auf 315 Metern, du fährst also hinauf. Zu Fuß erreichst du von Lakeside eher die Hänge über Muizenberg und Kalk Bay.
Kann man auf dem Zandvlei segeln?
Ja. Am Zandvlei bei Lakeside liegen der Imperial Yacht Club mit Jollensegeln und Jugendarbeit, der Peninsula Canoe Club und eine Basis der Sea Scouts, die als älteste des Landes gilt. Gerudert, gepaddelt und geangelt wird ebenfalls, fürs Angeln brauchst du eine Genehmigung.